Die geschichtliche Entwicklung

St. Josef Pfarrkirche Laffeld

Mit Wirkung vom 01.07.1969 wurde die frühere Selbständige Gemeinde Aphoven - Laffeld in die Stadt Heinsberg eingegliedert. Damit fand die lange und abwechslungsreiche eigenständige Geschichte dieser Gemeinde ihren Abschluß, wiewohl diese Geschichte auch stets eng verbunden mit den Geschichten der Stadt verbunden gewesen war. Bevor die Gemeinde durch eine erste Urkundliche Erwähnung aus dem Dunkel der Geschichte trat, war unsere Gegend schon lange Schauplatz der Siedlungstätigkeit vieler Stämme und Völker, wovon zahlreiche Bodenfunde Zeugnis ablegen können, an denen der Grad der kulturellen Entwicklung und das Ausmaß der Besiedelung abgelesen werden können. Ungefähr zu Beginn des letzten Jahrtausends vor der Zeitenwende wurden die frühen Bewohner unserer Heimat durch keltische Stämme verdrängt, die ihrerseits einige Jahrhunderte später Germanischen Stämmen weichen mußten. Diese wurden im letzten Jahrhundert vor der Zeitenwende von den Römern unterworfen, die Straßen und Gutshöfe anlegten und einen allgemeinen kulturellen Aufschwung brachten. Sie blieben in dieser Gegend, bis das Römische Reich zur Völkerwanderungszeit unter dem Ansturm der Germanischen Völkerscharen zusammenbrach und die Franken in Deutschland ihr Königreich errichteten. In den ersten Jahrhunderten nach der Konsolidierung ihrer Herrschaft führten sie die Christianisierung und die Erschließung neuer Siedlungsräume durch. In dieser Zeit dürfen wir auch die ersten Anfänge einer festen Siedlung, aus der sich kontinuierlich unser Ort entwickelte, annehmen. Wann jedoch die Gründung einer solchen Ansiedlung genau stattfand, läßt sich heute nicht mehr bestimmen.
Eine Urkunde, die auf den 30.08.1276 datiert ist, legt das erste Zeugnis von der Existenz Aphovens ab. Darin ist ein Schiedsspruch enthalten, nachdem Ritter Gottfried Luscus den Hof Aphoven als ein Lehen der Herrschaft Heinsberg besaß. Nur wenig jünger ist die erste Erwähnung Laffelds, sie stammt aus dem Jahre 1282. In diesem Jahr entließ Dietrich von Heinsberg einen Hof in Laffeld, den der selbe Ritter Gottfried Luscus den Norbertinerinnen verkauft hatte, aus dem Lehensverband. Aphoven - Laffeld war also schon zu dieser Zeit fest mit Heinsberg verbunden, die Herren von Heinsberg übten die Oberherrschaft aus, ebenso die Gerichtsbarkeit über die Siedlungen. Als gegen ende des 15. Jahrhunderts das Geschlecht derer von Heinsberg im Mannesstamm ausstarb, kam die Herrschaft, und damit auch Aphoven und Laffeld, durch Heirat an die Herzöge von Jülich. Nach der französischen Revolution wurde unsere Heimat von den siegreichen Revolutionstruppen besetzt und unter französische Verwaltung gestellt. Die Fremdherrschaft, die im Jahre 1794 begann, endete erst nach der endgültigen Niederlage Napoleons und dem Wiener Kongreß. Mit den anderen Teilen des ehemaligen Herzogtums kam die Herrschaft Heinsberg, also auch Aphoven - Laffeld, zur preußischen Rheinprovinz. Der 2. Weltkrieg forderte von der Gemeinde viele Opfer und brachte, da die Gegend gegen Ende des Krieges selbst zum Frontgebiet wurde, Zerstörungen größten Ausmaßes. Die Einwohner haben es jedoch seitdem verstanden durch Fleiß und Aufbauwillen die Schäden zu beseitigen und Neues an ihrer Stelle treten zu lassen. So präsentiert Aphoven - Laffeld sich als eine moderne Gemeinde, die ihren Einwohnern alles bietet, was das Zusammenleben in unserer Zeit erfordert.

Anfang