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Zur Herstellung von Schaum benötigt man einen Behälter mit Schaummittel, einen Ansaugschlauch, einen Zumischer (siehe Bild unten) und ein Schaumstrahlrohr. Zumischer
Die Schaummittelbehälter auf den Fahrzeugen haben ein Fassungsvermögen von 20 ltr., die aus Fässern nachgefüllt werden. Nach Bedarf gibt es aber auch Einbau- oder Aufbautanks ( z.B. TLF 24/50 ) mit 500 ltr. Schaummittel. Der Ansaugschlauch ist ein transparenter Kunststoffschlauch von 1,5m Länge, mit einer D-Kupplung und ist am Ende angeschrägt damit er sich nicht am Boden des Schaummittelbehälters festsaugen kann. Der Zumischer dient dazu eine bestimmte Menge Schaummittel dem Wasser beizumischen. Seine Dosiereinrichtung hat einen Einstellbereich von 0 bis 5 Volumen %. Sie wird benötigt um das richtige Verhältnis zwischen Schaummittel und Wasser herzustellen. Es gibt drei Arten von Zumischern: a) Strahlpumpenzumischer, b) Venturizumischer, c) Zumischerpumpen. Bei der Feuerwehr werden überwiegend Strahlpumpenzumischer verwendet. Da der Druckverlust zwischen Zumischer und Schaumstrahlrohr 2 bar nicht überschreiten darf, wird der Zumischer Zweckmäßig vor der letzten Schlauchlänge, 15 bis 20 m vor dem Schaumstrahlrohr eingekuppelt. Zumischergrößen
Die Strahlpumpenzumischer müssen immer in Pfeilrichtung in die Förderleitung eingekuppelt werden. Arbeitsweise eines Strahlpumpenzumischers Das aus der Treibdüse mit hoher Geschwindigkeit austretende Wasser erzeugt in der Fangdüse einen Unterdruck, durch den das Schaummittel aus dem Saugraum mitgerissen wird. Das selbsttätige Regelventil bewirkt, daß auch bei wechselndem Wasserdurchfluß und Druckschwankungen stets der eingestellte Prozentsatz Schaummittel angesaugt und zugemischt wird. Arten von Löschschaum
Die Löschwirkung beruht bei Schwer- und Mittelschaum auf dem Stickeffekt ( die Schaumdecke auf der Oberfläche des Brandgutes unterbindet die Zufuhr von Luftsauerstoff ) und dem Kühleffekt ( Wasserabgabe aus dem Schaum ). Bei Leichtschaum besteht die Löschwirkung vor allem aus dem Stickeffekt. Brände in elektrischen Anlagen dürfen mit Schaum nicht bekämpft werden, da Schaum den Strom leitet. Anwendungsbereiche von Löschschaum Mit Schwerschaum werden Brände der Klasse A ( feste Stoffe ) und der Klasse B ( flüssige Stoffe ) bekämpft. Wichtigstes Einsatzgebiet ist die Mineralölindustrie. Mittelschaum kann zur erfolgreichen Bekämpfung von Flächenbränden im Freien eingesetzt werden, in Sonderfällen auch für das Füllen von Räumen. Leichtschaum wird vorwiegend für das Füllen und Fluten von Räumen ( Keller o. Lagerräume ) der Brandklassen A und B eingesetzt. Schaumstrahlrohre Es gibt zwei Arten von Schaumstrahlrohren (siehe Bilder unten) a) Schwerschaumrohr, b) Mittelschaumrohr Schwerschaumrohr
Mittelschaumrohr
Größen von Schaumrohren
Wirkungsweise der Schaumstrahlrohre Das Wasser/ Schaummittelgemisch tritt mit ca. 5 bar Druck und hoher Geschwindigkeit in den Düsenkörper ein. Bei seinem Austritt erfolgt eine vielfache vergrößerung der Flüssigkeitsoberfläche durch Tropfenbildung. Die durch Injektorwirkung angesaugte Luft bildet im Schaumrohr durch Verwirbelung und Vermischung den Schaum. Leichtschaumgenerator
Leichtschaumgeneratoren werden zum Füllen oder Fluten von Räumen benutzt. Der Leichtschaum wird über Lutten mit 1000 oder 1500 mm Durchmesser durch sein Gebläse zum Brandherd gedrückt. |