Der heilige St. Florian, Schutzpatron der Feuerwehr

hl. St. Florian
Original ist ca. 2m hoch und hängt im Gerätehaus Laffeld
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Dass man die Feuerwehrleute auch FIoriansjünger nennt kommt nicht von ungefähr. Ihr oberster Patron gegen Feuersbrunst ist schließlich der Schutzheilige Florian. Was viele nicht wissen: Er ist nicht nur der Patron der ,roten Garde'. Auch die Bierbrauer, Schmiede, Kamin-kehrer und viele andere Berufsguppen stehen unter seinem Schutz vornehmlich solche, die mit Wasser oder Brand zu tun haben. Seine Geschichte spielt im 3. Jahrhundert. In der Nähe vor Wien erblickt er (um die Mitte des 3. Jahrhunderts) das Licht der Welt. Er wurde getauft und christlich erzogen. Später schlug er eine Offizierslaufbahn beim römischen Heer ein, was damals nichts Außergewöhnliches war. Dass er dort Karriere machen konnte, lag daran, dass das heutige Österreich damals römische Provinz war. So wurde er römischer Staatsbeamter, genauer gesagt: Leiter der Kanzlei des kaiserlichen Statthalters im römischen Lauracium, dem heutigen Lorch bei Enns in Oberösterreich. Doch wie wurde Florian nun vom Beamten zum Märtyrer? Der herrschende römische Kaiser des 4. Jahrhunderts, Diokletians, war kein Freund der Christen. Es kam zu grausamen Christenverfolgungen, auch in Florians Ort wurden 40 Gläubige verhaftet und in den Kerker geworfen. So entledigte man sich derzeit unbequemer oder zumindest unliebsamer Zeitgenossen. FIorian, der praktizierende Christ, schritt ein und wollte die Glaubensgenossen befreien. Bei diesem Versuch wurde er gefasst und landete schließlich selbst im Kerker. Eine andere Sitte war die Folter für Andersgläubige. Sie sollte die Gläubigen dazu bringen, von ihrem Glauben abzuschwören. Florian lehnte den Verrat an seiner Religion ab und wurde, nachdem man ihn weiterer grausamer Folter und Martern ausgesetzt hatte, mit einem Mühlstein um den Hals in die Enns gestoßen. So endete sein Martyrium (daher: Märtyrer) im Mai des Jahres 304, das er für seinen christlichen Glauben auf sich genommen hatte. Die Legende besagt, dass Florians letzter Bitte, beten zu dürfen, nachgekommen sei und er in diesem Gebet seine Seele freudigen Herzens Gott empfohlen habe. Daraufhin schien niemand mehr bereit gewesen zu sein, den verdienten Gläubigen und Offizier in die Tiefe zu stürzen. Und jener junge Mann, der feiwillig hervorgetreten sei, um die Henkerstat zu vollbringen, musste dafür büßen. Als er sich nämlich davon überzeugen wollte, dass sein Opfer auch tatsächlich untergegangen- war erblindete er plötzlich. Wie die Legende weiter berichtet, wurde die Leiche Florians auf einen Felsen gespült und dort von einem mächtigen Adler bewacht. Dieser Adler verteidigte mit ausgebreiteten Flügeln den Leichnam Florians gegen jede Schändung seitens der ungläubigen und gottlosen Heiden. Eine Witwe namens Valeria barg den Leichnam Florians und bestattete ihn auf ihrem Gut. Die Gebeine Florians fand man im 13. Jahrhundert. Viel später, vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, wurden bei Grabungen in Lorch die Gebeine der übrigen 40 Märtyrer, für die Florian sein Leben geopfert hatte, entdeckt. Die Reliquien wurden im Hochaltar der Lorcher Basilika beigesetzt. |