Feuerwehrschläuche


Bei der Feuerwehr unterscheidet man Druck- und Saugschläuche.
Druckschläuche lassen sich in ungefülltem Zustand flach zusammen rollen, sie werden gerollt oder in Tragekörben auf den Einsatzfahrzeugen gelagert. Druckschläuche benötigt man um Wasser von der Feuerwehrpumpe bis zur Einsatzstelle zu befördern. Saugschläuche sind formbeständige Schläuche, die ein zusammenziehen beim Ansaugvorgang nicht zulassen. Sie werden gebraucht um Wasser an offenen Gewässern ( See, Teich, Bach, Fluß oder Brunnen) zu entnehmen.

Schlauch

Länge

Durchmesser

A - Saugschlauch

1,60 m oder 2,50 m

110 mm

B - Druckschlauch

5 m, 20 m oder 35 m

75 mm

C - Druckschlauch

15 m

42 mm oder 52 mm

D - Druckschlauch

5 m oder 15 m

25 mm

Wenn Wasser durch eine Schlauchleitung geführt wird, hat man je nach Länge der verlegten Schlauchleitung Druckverluste mitzurechnen.

Druckverluste in bar für je 100m Schlauchlänge

Wassermenge

l/min.

B

C 52

C 42

100

.

0,2

0,6

200

0,1

0,6

2,3

300

0,2

1,2

5

400

0,3

2

8,8

500

0,5

3,3

13,8

600

0,7

4,8

20

700

0,9

6,5

.

800

1,1

8,5

.

900

1,4

10,9

.

1000

1,7

13,5

.

1100

2,1

16,5

.

1200

2,5

20

.

1300

3

.

.

1400

3,5

.

.

1500

4

.

.

1600

4,5

.

.

1800

5,7

.

.

2000

7

.

.

2200

8,4

.

.

2400

10

.

.


Strahlrohre


Um ein Feuer zu bekämpfen braucht man zusätzlich zu den Schläuchen auch Strahlrohre.

Strahlrohre D - C - B

D - C - B - Strahlrohr

Durchflussmenge

Innendurchmesser

in mm

Wasserdurchfluß

in l/min

Wasserdurchfluß

als Faustwert

in l/min

Strahlrohr

Mundst./Düse

min. / max.

DM

4 / -

- / 6

18 / 28

40 / 65

25

50

CM

9 / -

- / 12

105 / 125

170 / 230

100

200

BM

16 / -

- / 22

335 / 395

565 / 775

400

800

Wurfweiten und Wurfhöhen in Metern

Strahlrohrdruck

4 bar

Strahlrohrdruck

5 bar

Mundstückdurchmesser

in mm

Weite Höhe

Weite Höhe

9

20 - 15

24 - 18

12

24 - 18

27 - 20

16

28 - 21

30 - 22

22

34 - 26

37 - 28


Verteiler


Verteiler

Der Verteiler soll das Wasser was von der Pumpe kommt auf mehrere Leitungen aufteilen. Bei der Feuerwehr wird hauptsächlich der Verteiler mit einem B- Zugang, 1 B- Abgang und 2 C- Abgängen verwendet. Alle Abgänge können durch ein Niederschraubventil (in seltenen Fällen auch Kugelhahn) abgesperrt werden. Der mittlere Abgang ist immer der B- Abgang, an diesem hängt jedoch mit einer Kette ein B/C- Übergangsstück um auch diesen Abgang für eine C- Leitung nutzen zu können.


Standrohr


Standrohr

Das Standrohr DIN 14375 - 2B hat den Zusatz 2B da es an beiden Abgängen mit B - Festkupplungen Versehen ist. Es dient zur Entnahme von Wasser aus dem Rohrnetz und wird durch Rechtsdrehen in den Unterflurhydrant eingesetzt.

Ein Standrohr besteht aus dem Standrohroberteil mit den beiden B - Abgängen (Festkupplungen), den Absperrorganen (Niederschraubventile),der Stoffbuchsbrille und der Stoffbuchse und dem Standrohrunterteil aus dem Griffstück, dem Rohr, der Klauenmutter, dem Fuß und dem Dichtring.Die Klauenmutter am Standrohrunterteil dient zum Festspannen des Standrohres in der Klaue des Unterflurhydranten.

Zum Standrohr gehört der Hydrantensteckschlüssel nach DIN 3223. Er dient zum Öffnen des Ventils am Unterflurhydranten. Der Griff des Hydranten- Steckschlüssels ist an der einen Seite abgeflacht und dient als Hammer zum lockern von festgesetzten Hydrantendeckeln (Straßenkappe). Die andere Seite des Griffes ist zu einer abgebogenen Zunge flachgeschmiedet und dient zum Ausheben der Hydrantendeckel.

Vier wichtige Dinge worauf beim Standrohr besonders zu achten ist.

Der Dichtring im Fuß muß in einwandfreiem Zustand sein. (Reservedichtung sollte immer vorhanden sein)

Vor Einsetzen des Standrohres Hydrantensitz von Sand- oder Schmutzteilen säubern, da sonst keine Abdichtung erreicht wird.

Standrohr nach Benutzung sofort wieder einsatzbereit machen und Klauenmutter bis zum Anschlag nach unten zurückschrauben. Dichtring nachsehen.

Das Standrohr wird über der Schulter getragen. Die Hand greift dabei in den Fuß des Standrohres ein, um das Verlieren des Dichtrings zu vermeiden.


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